Angebote zu "Meditation" (14 Treffer)

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Marx meets Wilson
14,90 € *
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Hermann Glaser: Zu diesem Buch, Johann Schrenk: Karl Marx – Die Vita, Jürgen Franzke: Die Ludwigs-Bahn – Deutschlands erste Eisenbahn, Warum Nürnberg? – Wie die erste deutsche Eisenbahn in die alte Reichstadt kam, Der Adler – eine Lokomotive aus England, Die Stephenson Railway Company, Der Bau der Adlerstrecke, William Wilson –- der erste deutsche Lokführer – ein Engländer, Die Spaeth’sche Fabrik, Der Ludwigsbahnhof am Plärrer, Der zweite Ludwigsbahnhof, Die Ludwigsbahn bis 1922, Die Wiedergeburt des Adlers 1935, Regine Franzke: Die Strecke des Adlers - Zur Geschichte der Fürther Straße, Karl Marx/Friedrich Engels: Statistische Betrachtungen über das Eisenbahnwesen, Die Eisenbahn – das begehrliche Objekt der Spekulation, Fixes Kapital und zirkulierendes Kapital, Johann Wolfgang von Goethe im Gespräch mit Johann Peter Eckermann, Hermann Glaser: Marx meets Wilson. Eine historische Fantasie, Hendrik Bebber im Gespräch mit Basil Bollock/ Universität OxfordHermann Glaser zu diesem Buch: In der abendländischen Kultur- und Geistesgeschichte kommt es immer wieder vor, dass Ereignisse bzw. Vorgänge sich als wirkungsmächtig erweisen, die gar nicht stattgefunden haben, sondern aus verschiedenen Gründen erfunden bzw. erdacht und dann verbreitet wurden. So dürfte zum Beispiel der Bericht über seine Reise an den Hof des Mongolenherrschers Ende des 13. Jahrhunderts, die der Venezianer Marco Polo als genuesischer Gefangener einem Gefährten diktierte und dadurch großes Aufsehen fand, mehr seiner Fantasie zuzuschreiben sein, als dass er alles real erlebt hätte.Im 18. Jahrhundert erregte der schottische Dichter James Macpherson Aufsehen, als er vorgab, alte gälische Lieder des blinden Helden und Sängers Ossian entdeckt zu haben, sie waren aber seiner Feder entsprungen.Am bekanntesten dürfte die fingierte Besteigung des Berges Mont Vendoux durch Francesco Petrarca 1336 geworden sein, da der schweizerische Jakob Burckhardt sie in seinem Werk „Die Kultur der Renaissance in Italien“ als wichtigen Markstein für den Beginn der Renaissance und damit der Neuzeit bezeichnete (und zitierte).Petrarca behauptete, er habe sofort nach der Rückkehr seinem geistlichen Mentor, dem Augustiner Francesco Diongi, in einem Brief davon berichtet. „Den höchsten Berg unserer Gegend, der nicht unverdienterweise der windige (ventosus) genannt wird, habe ich gestern bestiegen, lediglich aus Verlangen, die namhafte Höhe des Ortes kennenzulernen.“ Die Erfahrung der Weite des Raumes eröffnete eine neue ästhetische Dimension. Als Künstler zwischen Mittelalter und Neuzeit empfand Petrarca den Gipfelblick als Faszination und Versuchung. „Ich war wie betäubt, ich gestehe es.“ Die gewaltige Aussicht von den Alpen bis nach Marseille und zur Rhône, ja fast bis zu den Pyrenäen, zeigte ihm die Schönheit des Irdischen, doch regte sich beim Dichter auch „schlechtes Gewissen“: Eigentlich sei nichts bewundernswert, außer der auf Gott ausgerichteten inneren Welt. Durch Meditation versuchte Petrarca, sein Gleichgewicht wiederzufinden. Dabei schlug er schuldbewusst den mitgenommenen „Gottesstaat“ des Augustinus auf, in dem es heißt, dass der Mensch sich schämen müsse, wenn er die Gipfel der Berge, die ungeheuren Fluten des Meeres, die weit dahin fließenden Ströme, den Saum des Ozeans und die Kreisbahnen der Gestirne statt der menschlichen Seele bestaune. Heute weiß man, dass der Brief erst 17 Jahre später entstand – der vorgegebene Adressat war bereits zehn Jahre tot, fraglich ist ebenso, ob Petrarca überhaupt auf dem Berg war: Ein frühes Beispiel also für virtuelle Realität.Goethe hat mit dem Titel seiner Autobiografie die „Fließstruktur“ von Realität und Fantasie benannt: „Dichtung und Wahrheit.“ Mit den Texten dieses Buches changieren auch wir zwischen facts und fakes*, ein „Spiel“, zu dem wir die Leserschaft einladen. Insgesamt kann eine Bemerkung Goethes in seinen „Maximen und Reflexionen“ als Motto den Beiträgen dieses Bandes vorangestellt werden: Wir seien aufgefordert, das „Vergängliche unvergänglich zu machen“ – also in angemessener Form Bilanz zu ziehen, weil man das Gegenwärtige nicht ohne das Vergangene erkennen könne.

Anbieter: Dodax
Stand: 28.02.2020
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Der Berg Analog
18,00 € *
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Der Berg ist ein Bindeglied zwischen Himmel und Erde, Menschen und Göttern: Symbol des Aufstiegs und Allegorie des höchsten Seins. Eine solche Analogiekraft kann jedoch nur ein Berg ausüben, dessen Gipfel den Menschen unzugänglich ist. Dazu aber muss er geographisch verortbar sein, also tatsächlich existieren, wenn er den Weg zum Höheren nicht nur bedeuten, sondern als reale Möglichkeit darstellen soll.Ausgehend von dieser Deduktion macht sich eine Gruppe von Bergsteigern auf die Suche nach jenem unsichtbaren, aber notwendig existierenden Berg: dem Analog. Mit Ausdauer, Witz und Kenntnissen in nicht-euklidischer Geometrie erreichen sie schließlich eine Welt voller fremder Gesetze und Mythen, in der jeder Schritt hinauf zum Gipfel einen Verlust der alten Gewissheiten mit sich bringt.Der Berg Analog ist vieles zugleich: Science-Fiction- und Abenteuerroman, philosophische Meditation und alpinistischer Traktat. Ernst und Ironie, meta- und pataphysische Spekulationen werden von René Daumal zu einem Werk von vielfachem Schriftsinn verwoben. Die vorliegende Ausgabe macht dieses auf deutsch lange vergriffene Buch in einer neuen Übersetzung zugänglich,die erstmals den vollständigen Text bietet.

Anbieter: Dodax
Stand: 28.02.2020
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Meditation - der Weg zur inneren Freiheit
14,80 € *
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Das Leben und unsere Entwicklung selbstbewusst in die Hand nehmen - dazu ermutigt dieses Buch mit zentralen Texten des berühmten spirituellen Lehrers Eknath Easwaran. Wie in einem Mosaik fügen sich die Betrachtungen zu verschiedenen Aspekten des spirituellen Lebens zu einem Gesamtbild, in dem buddhistische Weisheit und christliche Gedanken in Harmonie zusammenstimmen. Geduldige, aber keineswegs verbissene Meditation eröffnet den Zugang zum spannendsten Abenteuer des Lebens: dem Weg zum Gipfel der Selbstfindung.

Anbieter: Dodax
Stand: 28.02.2020
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Wenn der Glaube konkret wird
18,00 € *
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Da sitzt Jesus auf dem Gipfel und verkündet freundlich lächelnd eine Zumutung nach der anderen. Die Bergpredigt, das Herzstück des Neuen Testaments, ist so etwas wie das ruhende Auge des Tornados. Sie scheint friedlich, aber sie hat explosive Kraft und kann alle menschlichen Maßstäbe wegfegen. "Liebt eure Feinde." "Selig die Armen im Geist." "Glücklich, wer verfolgt wird für die Gerechtigkeit." Selbst wenn man es ernsthaft versucht: Ist das umsetzbar? Denen Gutes zu tun, die uns hassen, Friedfertigkeit selbst um den Preis des Leidens - das scheint zu viel verlangt! Doch für Jesus ist es das Grundgesetz des Glaubens und der Anbruch der Gottesherrschaft. Franz Kamphaus weicht dem Anspruch der Bergpredigt nicht aus. Er hat sie sein Leben lang meditiert und zu leben versucht und sich deswegen nie an sie gewöhnt. Dieses Buch enthält seine Auslegungen zu den wichtigsten Abschnitten. In knapp bemessenen, treffsicheren Worten erschließt er auf seine besondere Art die Zumutungen der Bergpredigt und übersetzt sie in die Lebenswelt von heute. Am Ende jedes Abschnitts finden sich Impulse für die eigene Meditation oder auch ein Gruppengespräch.

Anbieter: Dodax
Stand: 28.02.2020
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Meditation - der Weg zur inneren Freiheit
21,90 CHF *
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Das Leben und unsere Entwicklung selbstbewusst in die Hand nehmen – dazu ermutigt dieses Buch mit zentralen Texten des berühmten spirituellen Lehrers Eknath Easwaran. Wie in einem Mosaik fügen sich die Betrachtungen zu verschiedenen Aspekten des spirituellen Lebens zu einem Gesamtbild, in dem buddhistische Weisheit und christliche Gedanken in Harmonie zusammenstimmen. Geduldige, aber keineswegs verbissene Meditation eröffnet den Zugang zum spannendsten Abenteuer des Lebens: dem Weg zum Gipfel der Selbstfindung.

Anbieter: Orell Fuessli CH
Stand: 28.02.2020
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Der Berg Analog
27,90 CHF *
zzgl. 3,50 CHF Versand

Der Berg ist ein Bindeglied zwischen Himmel und Erde, Menschen und Göttern: Symbol des Aufstiegs und Allegorie des höchsten Seins. Eine solche Analogiekraft kann jedoch nur ein Berg ausüben, dessen Gipfel den Menschen unzugänglich ist. Dazu aber muss er geographisch verortbar sein, also tatsächlich existieren, wenn er den Weg zum Höheren nicht nur bedeuten, sondern als reale Möglichkeit darstellen soll. Ausgehend von dieser Deduktion macht sich eine Gruppe von Bergsteigern auf die Suche nach jenem unsichtbaren, aber notwendig existierenden Berg: dem Analog. Mit Ausdauer, Witz und Kenntnissen in nicht-euklidischer Geometrie erreichen sie schliesslich eine Welt voller fremder Gesetze und Mythen, in der jeder Schritt hinauf zum Gipfel einen Verlust der alten Gewissheiten mit sich bringt. Der Berg Analog ist vieles zugleich: Science-Fiction- und Abenteuerroman, philosophische Meditation und alpinistischer Traktat. Ernst und Ironie, meta- und pataphysische Spekulationen werden von René Daumal zu einem Werk von vielfachem Schriftsinn verwoben. Die vorliegende Ausgabe macht dieses auf deutsch lange vergriffene Buch in einer neuen Übersetzung zugänglich, die erstmals den vollständigen Text bietet.

Anbieter: Orell Fuessli CH
Stand: 28.02.2020
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Marx meets Wilson
21,90 CHF *
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Hermann Glaser: Zu diesem Buch; Johann Schrenk: Karl Marx – Die Vita; Jürgen Franzke: Die Ludwigs-Bahn – Deutschlands erste Eisenbahn, Warum Nürnberg? – Wie die erste deutsche Eisenbahn in die alte Reichstadt kam, Der Adler – eine Lokomotive aus England, Die Stephenson Railway Company, Der Bau der Adlerstrecke, William Wilson –- der erste deutsche Lokführer – ein Engländer, Die Spaeth’sche Fabrik, Der Ludwigsbahnhof am Plärrer, Der zweite Ludwigsbahnhof, Die Ludwigsbahn bis 1922, Die Wiedergeburt des Adlers 1935; Regine Franzke: Die Strecke des Adlers - Zur Geschichte der Fürther Strasse; Karl Marx/Friedrich Engels: Statistische Betrachtungen über das Eisenbahnwesen, Die Eisenbahn – das begehrliche Objekt der Spekulation, Fixes Kapital und zirkulierendes Kapital; Johann Wolfgang von Goethe im Gespräch mit Johann Peter Eckermann; Hermann Glaser: Marx meets Wilson. Eine historische Fantasie; Hendrik Bebber im Gespräch mit Basil Bollock/ Universität Oxford Hermann Glaser zu diesem Buch: In der abendländischen Kultur- und Geistesgeschichte kommt es immer wieder vor, dass Ereignisse bzw. Vorgänge sich als wirkungsmächtig erweisen, die gar nicht stattgefunden haben, sondern aus verschiedenen Gründen erfunden bzw. erdacht und dann verbreitet wurden. So dürfte zum Beispiel der Bericht über seine Reise an den Hof des Mongolenherrschers Ende des 13. Jahrhunderts, die der Venezianer Marco Polo als genuesischer Gefangener einem Gefährten diktierte und dadurch grosses Aufsehen fand, mehr seiner Fantasie zuzuschreiben sein, als dass er alles real erlebt hätte. Im 18. Jahrhundert erregte der schottische Dichter James Macpherson Aufsehen, als er vorgab, alte gälische Lieder des blinden Helden und Sängers Ossian entdeckt zu haben; sie waren aber seiner Feder entsprungen. Am bekanntesten dürfte die fingierte Besteigung des Berges Mont Vendoux durch Francesco Petrarca 1336 geworden sein, da der schweizerische Jakob Burckhardt sie in seinem Werk „Die Kultur der Renaissance in Italien“ als wichtigen Markstein für den Beginn der Renaissance und damit der Neuzeit bezeichnete (und zitierte). Petrarca behauptete, er habe sofort nach der Rückkehr seinem geistlichen Mentor, dem Augustiner Francesco Diongi, in einem Brief davon berichtet. „Den höchsten Berg unserer Gegend, der nicht unverdienterweise der windige (ventosus) genannt wird, habe ich gestern bestiegen, lediglich aus Verlangen, die namhafte Höhe des Ortes kennenzulernen.“ Die Erfahrung der Weite des Raumes eröffnete eine neue ästhetische Dimension. Als Künstler zwischen Mittelalter und Neuzeit empfand Petrarca den Gipfelblick als Faszination und Versuchung. „Ich war wie betäubt, ich gestehe es.“ Die gewaltige Aussicht von den Alpen bis nach Marseille und zur Rhône, ja fast bis zu den Pyrenäen, zeigte ihm die Schönheit des Irdischen; doch regte sich beim Dichter auch „schlechtes Gewissen“: Eigentlich sei nichts bewundernswert, ausser der auf Gott ausgerichteten inneren Welt. Durch Meditation versuchte Petrarca, sein Gleichgewicht wiederzufinden. Dabei schlug er schuldbewusst den mitgenommenen „Gottesstaat“ des Augustinus auf, in dem es heisst, dass der Mensch sich schämen müsse, wenn er die Gipfel der Berge, die ungeheuren Fluten des Meeres, die weit dahin fliessenden Ströme, den Saum des Ozeans und die Kreisbahnen der Gestirne statt der menschlichen Seele bestaune. Heute weiss man, dass der Brief erst 17 Jahre später entstand – der vorgegebene Adressat war bereits zehn Jahre tot; fraglich ist ebenso, ob Petrarca überhaupt auf dem Berg war: Ein frühes Beispiel also für virtuelle Realität. Goethe hat mit dem Titel seiner Autobiografie die „Fliessstruktur“ von Realität und Fantasie benannt: „Dichtung und Wahrheit.“ Mit den Texten dieses Buches changieren auch wir zwischen facts und fakes*, ein „Spiel“, zu dem wir die Leserschaft einladen. Insgesamt kann eine Bemerkung Goethes in seinen „Maximen und Reflexionen“ als Motto den Beiträgen dieses Bandes vorangestellt werden

Anbieter: Orell Fuessli CH
Stand: 28.02.2020
Zum Angebot
Meditation - der Weg zur inneren Freiheit
15,20 € *
zzgl. 3,00 € Versand

Das Leben und unsere Entwicklung selbstbewusst in die Hand nehmen – dazu ermutigt dieses Buch mit zentralen Texten des berühmten spirituellen Lehrers Eknath Easwaran. Wie in einem Mosaik fügen sich die Betrachtungen zu verschiedenen Aspekten des spirituellen Lebens zu einem Gesamtbild, in dem buddhistische Weisheit und christliche Gedanken in Harmonie zusammenstimmen. Geduldige, aber keineswegs verbissene Meditation eröffnet den Zugang zum spannendsten Abenteuer des Lebens: dem Weg zum Gipfel der Selbstfindung.

Anbieter: Thalia AT
Stand: 28.02.2020
Zum Angebot
Marx meets Wilson
15,40 € *
zzgl. 3,00 € Versand

Hermann Glaser: Zu diesem Buch; Johann Schrenk: Karl Marx – Die Vita; Jürgen Franzke: Die Ludwigs-Bahn – Deutschlands erste Eisenbahn, Warum Nürnberg? – Wie die erste deutsche Eisenbahn in die alte Reichstadt kam, Der Adler – eine Lokomotive aus England, Die Stephenson Railway Company, Der Bau der Adlerstrecke, William Wilson –- der erste deutsche Lokführer – ein Engländer, Die Spaeth’sche Fabrik, Der Ludwigsbahnhof am Plärrer, Der zweite Ludwigsbahnhof, Die Ludwigsbahn bis 1922, Die Wiedergeburt des Adlers 1935; Regine Franzke: Die Strecke des Adlers - Zur Geschichte der Fürther Straße; Karl Marx/Friedrich Engels: Statistische Betrachtungen über das Eisenbahnwesen, Die Eisenbahn – das begehrliche Objekt der Spekulation, Fixes Kapital und zirkulierendes Kapital; Johann Wolfgang von Goethe im Gespräch mit Johann Peter Eckermann; Hermann Glaser: Marx meets Wilson. Eine historische Fantasie; Hendrik Bebber im Gespräch mit Basil Bollock/ Universität Oxford Hermann Glaser zu diesem Buch: In der abendländischen Kultur- und Geistesgeschichte kommt es immer wieder vor, dass Ereignisse bzw. Vorgänge sich als wirkungsmächtig erweisen, die gar nicht stattgefunden haben, sondern aus verschiedenen Gründen erfunden bzw. erdacht und dann verbreitet wurden. So dürfte zum Beispiel der Bericht über seine Reise an den Hof des Mongolenherrschers Ende des 13. Jahrhunderts, die der Venezianer Marco Polo als genuesischer Gefangener einem Gefährten diktierte und dadurch großes Aufsehen fand, mehr seiner Fantasie zuzuschreiben sein, als dass er alles real erlebt hätte. Im 18. Jahrhundert erregte der schottische Dichter James Macpherson Aufsehen, als er vorgab, alte gälische Lieder des blinden Helden und Sängers Ossian entdeckt zu haben; sie waren aber seiner Feder entsprungen. Am bekanntesten dürfte die fingierte Besteigung des Berges Mont Vendoux durch Francesco Petrarca 1336 geworden sein, da der schweizerische Jakob Burckhardt sie in seinem Werk „Die Kultur der Renaissance in Italien“ als wichtigen Markstein für den Beginn der Renaissance und damit der Neuzeit bezeichnete (und zitierte). Petrarca behauptete, er habe sofort nach der Rückkehr seinem geistlichen Mentor, dem Augustiner Francesco Diongi, in einem Brief davon berichtet. „Den höchsten Berg unserer Gegend, der nicht unverdienterweise der windige (ventosus) genannt wird, habe ich gestern bestiegen, lediglich aus Verlangen, die namhafte Höhe des Ortes kennenzulernen.“ Die Erfahrung der Weite des Raumes eröffnete eine neue ästhetische Dimension. Als Künstler zwischen Mittelalter und Neuzeit empfand Petrarca den Gipfelblick als Faszination und Versuchung. „Ich war wie betäubt, ich gestehe es.“ Die gewaltige Aussicht von den Alpen bis nach Marseille und zur Rhône, ja fast bis zu den Pyrenäen, zeigte ihm die Schönheit des Irdischen; doch regte sich beim Dichter auch „schlechtes Gewissen“: Eigentlich sei nichts bewundernswert, außer der auf Gott ausgerichteten inneren Welt. Durch Meditation versuchte Petrarca, sein Gleichgewicht wiederzufinden. Dabei schlug er schuldbewusst den mitgenommenen „Gottesstaat“ des Augustinus auf, in dem es heißt, dass der Mensch sich schämen müsse, wenn er die Gipfel der Berge, die ungeheuren Fluten des Meeres, die weit dahin fließenden Ströme, den Saum des Ozeans und die Kreisbahnen der Gestirne statt der menschlichen Seele bestaune. Heute weiß man, dass der Brief erst 17 Jahre später entstand – der vorgegebene Adressat war bereits zehn Jahre tot; fraglich ist ebenso, ob Petrarca überhaupt auf dem Berg war: Ein frühes Beispiel also für virtuelle Realität. Goethe hat mit dem Titel seiner Autobiografie die „Fließstruktur“ von Realität und Fantasie benannt: „Dichtung und Wahrheit.“ Mit den Texten dieses Buches changieren auch wir zwischen facts und fakes*, ein „Spiel“, zu dem wir die Leserschaft einladen. Insgesamt kann eine Bemerkung Goethes in seinen „Maximen und Reflexionen“ als Motto den Beiträgen dieses Bandes vorangestellt werden

Anbieter: Thalia AT
Stand: 28.02.2020
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